SpineMED

Bei der SpineMED® Behandlung handelt es sich um einen neu entwickelten, methodisch eigenständigen Therapieansatz. Hier gibt es wesentliche Unterschiede in der Wirkungsweise zu herkömmlichen Extensionsgeräten, die auch die wesentlich besseren Erfolge und den deutlich höheren Wirkungsgrad der SpineMED® Behandlung erklären:

Anwendung

„Klassische“ Extensionsbehandlung

Die Wirbelsäule wird mittels Zugkraft in Längsrichtung gedehnt. Dabei wird ein permanenter oder ein intermittierender Zug ausgeübt. Diese Form der statischen Dehnung führt zu einer Abwehrspannung des Patienten in dessen tiefen Rückenmuskulatur (Reflex Spasm), wodurch der Bandscheibeninnendruck eher zu als abnimmt und der Zwischenwirbelraum eben nicht gedehnt wird. Auf eine tatsächliche Dehnung kommt es aber für den Therapieerfolg entscheidend an.

Dekompression mit SpineMED®

Auf dem SpineMED® Table wird der Patient so fixiert, dass einzelne Regionen der Wirbelsäule zielgenau angesteuert und deren Zwischenräume sanft und schmerzlos mittels Computersteuerung gedehnt werden. Durch die Dekomprimierung und Entlastung wird der Regenerations-, Rehydrations- und Heilungsprozess nachhaltig begünstigt. Die medizinische Überlegenheit, die SpineMED® durch den neuen Therapieansatz im Vergleich zu herkömmlichen Extensionsbehandlungen aufweist, konnte bereits durch mehrere Studien nachgewiesen werden. (vgl. K. Hee-Sang, Korean Academy of Rehabilitation Medicine, Juni 2008: „Spinal Decompression Therapy in comparison to intermittent mechanical traction” oder T. Moravino, Practical Pain Management Sept. 2009: „Non Surgical Spinal Decompression“.)

Die Vorteile der SpineMED® Therapie gegenüber der Extensionsbehandlung:

  • Überspielt Körperabwehr-Reflexe (durch integriertes Bio-Feedback-Response-System).
  • Zielgerichtete, fixierte Distraktion. Direkter Energietransfer.
  • Gute Nachhaltigkeit der Behandlung und kumulativer Effekt (verstärkt sich mit jeder Behandlung).
  • Reproduzierbar und standardisiert.
  • Über 80% Erfolgsquote, auch in schwierigen Fällen. – Sehr komfortabel. Eingebautes Unterhaltungssystem.

Behandlungsziele

  • Intermittierende Distraktion der Wirbelsäule zur Vergrößerung des Zwischenwirbel-Abstands.
  • Reduzierung der Raumforderung.
  • Dynamische Distraktion führt zur Abnahme des intradiskalen Drucks.
  • Verbesserung von Stoffwechsel und Rehydration.
  • Repositionierung von Bandscheibengewebe.
  • Diskus-Regeneration (Bandscheibenheilung).

Indikationen für eine Behandlung

  • Potenzielle OP-Patienten.
  • Bandscheibenvorwölbung/-vorfall, Ischialgie (mit oder ohne radikulärer Symptomatik/Ausstrahlung).
  • Diskus Degeneration (Verschleiß), nicht knöcherne Stenose (DDD oder „Degenerative Disc Desease“).
  • Facettengelenkssyndrom, Osteochondrose.
  • LWS- oder HWS-Schmerzen unspezifisch, chronische Schmerzpatienten.
  • Post-operativ bei unbefriedigendem OP-Ergebnis (d.h. nach einer Wirbelsäulenoperation). Bitte konsultieren Sie Ihren behandelnden Arzt vor einer SpineMED® Therapie.

Wirkungsmechanismus
Wie funktioniert eine Behandlung mit dem SpineMED® Verfahren?

  • Das System führt selbstständig und computerüberwacht eine intermittierende Distraktion der Wirbelsäule im HWS oder LWS Bereich aus („dynamic distraction“). Die Behandlung erfolgt in Kuren von 20 Sitzungen á 30 Minuten Behandlungszeit.
  • Distraktionskraft wird dynamisch appliziert („ramping“ genannt), wobei die Distraktionskräfte computergesteuert und mittels einer progressiven logarithmischen Kurve konstant angepasst werden (individualisierte Behandlung).
  • Integriertes Biofeedback-System: Dies ermöglicht eine optimale, reproduzierbare und individualisierte Dosierung. Die eingestellte Distraktionskraft kann die optimale Wirkung zeigen. Das SpineMED® Gerät misst im Millisekunden-Bereich die Abwehrspannung des Patienten und passt die Zugkraft entsprechend an. Somit kann die natürliche Abwehrspannung des Patienten nahezu ausgeschaltet werden.
  • Die betroffenen Bandscheiben können mittels Winkeleinstellung gezielt gedehnt werden.
  • Visualisierung: Der Patient bekommt die Spannungsveränderungen in seiner Wirbelsäulenmuskulatur über den Bildschirm visualisiert und kann darauf reagieren und entspannen = Biofeedback.
  • Kraftübertragung direkt über das Becken/Schädelbasis. Keine Reibungs-/Energieverluste wie bei Gurt-/Seilsystemen. Dadurch höhere Effizienz und optimale medizinische Wirksamkeit.
  • Kraftwirkung der Distraktion verläuft axial entlang der WS und der Patient wird nicht von der Unterlage gehoben (wie z. B. bei anderen Extensionsgeräten).
  • Ganzheitliche Behandlungsmethode (die Selbstheilung des Körpers wird stimuliert).

Ist die SPINEMED® spinale Diskus-Dekompression die geeignete Methode für mich?

Das Verfahren der spinalen Dekompression mit dem SpineMED® Table hat sich als sehr erfolgreich gezeigt. Es kann eine wirksame Alternative zu einem operativen Eingriff darstellen.

Zudem ist eine sehr hohe Patienten-Sicherheit gewährleistet. Wesentliche Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Voraussetzung für die Behandlung mittels spinaler Dekompression ist eine Eingangsuntersuchung, die exakte Erörterung der Beschwerden und das Besprechen eventueller Gegenanzeigen.

Das Verfahren ist nicht geeignet bei Patienten mit starker Osteoporose, Spondylolisthesis (Wirbelgleiten) Grad 2 und mehr, Frakturen, Tumoren im Bereich der Wirbelsäule und bei Patienten mit angeborenen Wirbelsäulendefekten.

Auch nach Wirbelsäulenoperationen kann die Methode angewandt werden, sofern sich keine Metallimplantate in der Wirbelsäule des Patienten befinden.

Zahlreiche Untersuchungen aus USA und Kanada belegen die Wirksamkeit der SpineMED® Methode. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie auch auf www.spine-med.de.

Patientenfallstudie

Patient, 39 Jahre, Bandscheibenvorfall Lendenwirbelsäule L5/S1, massive Beschwerden mit Lähmungserscheinungen, auswärts Operationsindikation gestellt, Patient wünscht konservative Therapie

Spinemed

Bild vorher: Massenvorfall mit Nervenwurzelkompression

Spinemed 2

Bild 6 Monate nach Behandlung: Bandscheibenvorfall komplett zurückverlagert, Nervenwurzel nicht behindert

Patient : völlig beschwerdefrei, komplette Ausheilung.